Von Sonnenschein und Sturm...

... das Wetter in der Bretagne
Bretagne Wetter – oder es muss nicht immer Sonnenschein sein?

Wer eine Reise in die Bretagne plant, erlebt neben dem ungemein abwechslungsreichen Landschaftsbild auch einen ständigen Wetterwechsel. Die Bretagne ist wohl eher nicht für Liebhaber warmer Regionen geeignet, für die, die einen reinen Strand- und Sonnenbadenurlaub planen, sondern eher für jene, die diese einzigartige Mischung aus Wind, Wellen, Sand und Salz vorziehen.

Ja, ich finde, das Land mit seinen sanften Stränden und schroffen Felsen, den rauen, aber doch liebenswerten Menschen, den Hortensien und Palmen und das Wetter passen sogar ungemein gut zusammen, sie ergänzen sich…

Ich selbst liebe besonders die Zeit im Frühling – mild und verheißungsvoll – und jene im Herbst, der oft rau und sehr windig ist. Hinzu kommt, dass es zu diesen Zeiten ungleich ruhiger ist als in der Hauptsaison im Juli und August in den französischen Ferien.

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Bretagne Wetter – schnelle Wechsel und einmal am Tag Sonnenschein

Letztendlich kann man einen ebenso sonnigen und warmen April erwischen – wogegen der August sich verregnet und kühl zeigen kann. Niederschläge können einen also immer treffen, egal zu welcher Jahreszeit, aber ich finde, das gehört einfach zur Bretagne dazu.

Und ebenso, wie ein Regenguss gekommen ist, so ist er oftmals auch wieder verschwunden, schließlich wird gesagt, dass es in der Bretagne mehrmals täglich schönes Wetter gibt, wofür auch der stete Wind verantwortlich ist, der die Wolken ebenso schnell wegbläst, wie er neue wiederbringt.

 

Was packe ich in meinen Koffer?

Ich reise immer mit Regenjacke und Gummistiefeln und allem, was sonst noch dazugehört. Es gab jedoch auch schon Jahre, da hätte ich das alles auch daheim lassen können, aber wie gesagt: Man weiss ja nie. Der Regenschirm kann übrigens zuhause bleiben – er würde ohnehin davonfliegen…

Richtig cool finde ich meine Fischerhose, die ich hier in der Bretagne vor einigen Jahren gekauft habe. Sie ist ein guter Begleiter, wenn ich unterwegs bin, um Wellen zu fotografieren, denn das ist immer eine ziemlich feuchte Angelegenheit.

Die Wettervorhersage an der Küste ist übrigens meist nicht allzu zuverlässig. Es sei denn man fragt die Bretonen selbst. Es ist immer ein wenig so, wie wir in Deutschland den April kennen. Kein Wunder auch, denn in der Regel muss man damit rechnen, dass es nur selten windstill ist. Wind und Meer gehören untrennbar zusammen.

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Badeurlaub in der Bretagne?

Wer einen reinen Badeurlaub in der Bretagne machen will, der sollte sich auf kühlere Wassertemperaturen einstellen. Die Farbe des Wassers, die auf dem Foto oben so ein wenig nach Karibik ausschaut, kann ganz schön täuschen – die Aufnahme habe ich im Oktober gemacht und an diesem Tag war es ziemlich kalt.

Aber wer reist letztendlich schon in die Bretagne, um in der Sonne zu liegen und zu faulenzen – dafür gibt es viel zu viel zu entdecken…

Oder ihr macht es wie die Bretonen: Sie lassen sich von etwas kühleren Wassertemerpaturen nicht abhalten und man sieht sie oft bis in den Winter hinein im Meer baden.

Selbst in warmen und sonnigen Sommern steigt die Wassertemperatur nur selten über 18° C. Dagegen fällt die Wassertemperatur im Winter aufgrund des Golfstroms dann kaum unter 10°C. Gerade die Küste bleibt somit in der Regel von Frost verschont und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Pflanzen dort angesiedelt haben, die bei uns nur mit Überwinterung im Keller oder der Garage gedeihen würden.

Ich habe im März an der Küste schon blühende Calla fotografiert, überall blühen die Kamelien und die Hortensienblüte im Herbst ist eine unvergleichbare Pracht.

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Der Klang des Windes ist ein ständiger Begleiter

So, wie die Landschaft von Wind und Wetter geprägt ist, so sind es auch die Menschen, die dort leben. Sturm und Wind sind letztendlich ihre täglichen Begleiter.

Wenn ihr einen Urlaub bucht und ein Haus unmittelbar am Meer bewohnen möchtet, solltet ihr immer bedenken, dass dort jeder Fensterladen klappert. Der Klang des Windes ist ein ständiger Begleiter – sei es auf Spaziergängen an der Küste oder in der Nacht im Haus.

Ich liebe diese Geräusche, die spätestens mit dem Kommen der Flut noch untermalt werden von dem Klatschen der Wellen an die Küste. Manch einer mag das vielleicht als störendend Geräuschpegel empfinden, ich selbst kann darin versinken.

Ebenso fasziniert mich das Licht, das genauso wie das Bretagne Wetter innerhalb kürzester Zeit wechseln kann.

Wenn nicht der Wind die letzten trüben Gedanken weggeblasen hat, dann verschwinden sie spätestens mit diesem magischen und einzigartigen Licht. Ein Tag hier hat tausend verschiedene Stimmungen.

Besonders angetan hat es mir natürlich der „bretonische Schäfchenwolkenhimmel“ – jene schneeweißen Wolken, die aussehen als seien sie aus Watte und die Formen bilden, denen man phantasievolle Namen geben könnten, wirken wie gemalt.

Und aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass etliche Maler in der Bretagne ihre Heimat gefunden haben – Fotografen natürlich auch… – aber das wisst ihr ja!

Ein paar Infos zu den Malern findet ihr übrigens hier: Die Maler und das Meer

Seid ganz herzlich gegrüßt und à bientôt

Gudrun
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