Die Fischerei im Pays Bigouden…

...im Hafen von Le Guilvinec

 

Häfen im Pays Bigouden – zwischen Tradition und Moderne… 

Wenn ihr die Häfen im Pays Bigouden besichtigt, taucht ihr gleichzeitig in die Geschichte der Menschen dort ein, denn nichts prägt die Bretonen so sehr wie das Meer.

An der südlichen Küste des Atlantiks im Pays Bigouden liegen mehrere Häfen, die auch heute noch aktiv sind. Vor allem Le Guilvinec, von wo der größte Teil des handwerklich gefangenen französischen Fischfangs stammt, und Saint-Guénolé stehen in ganz Frankreich für den bretonischen Fischfang.

Die Atmosphäre in diesen Häfen ist einzigartig – der Geruch frischer Fische und Meeresfrüchte (vorausgesetzt man mag Fisch), das rege Treiben, die Freude der Fischer, wieder im sicheren Hafen angelangt zu sein… – und natürlich auch die bunten Farben der Boote und Netze, die selbst an grauen Tagen leuchtend strahlen. Und irgendwie hat jeder Hafen auch seine eigene Grundfarbe – finde ich jedenfalls  – in Le Guilvinec erscheint es mir immer, dass alles farblich auf den Leuchtturm abgestimmt ist – rot und weiß eben…

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Der Hafen in Le Guilvinec – ein buntes Spektakel

Ja, er ist wohl der Bekannteste,  der Hafen in Le Guilvinec – dementsprechend ist auch der Besucherandrang zu den Zeiten, in denen die Fischer in den Hafen zurückkehren. Er entstand vor über einem Jahrhundert aus einer kleinen Fischerkolonie und gilt als Herz der Fischerei.

Nach Boulogne-sur-Mer und Lorient ist er der dritte französische Hafen, in dem alle Fischfangarten zusammengefasst sind (Offshore-, Küsten- und Kleinfischfang).

Es ist wahrlich ein farbenfrohes Schaupiel, das sich dem Besucher wochentags ab 17:00 Uhr bietet.

Von der Terrasse panoramique du port, der Dachterrasse aus hat man eine fantastische Sicht über das gesamte Hafengelände und die zurückkehrenden Fischerboote.

Mit der Rückkehr der Fischer beginnt dann ein reges Treiben am Hafen. Hier werden Kisten mit Kaisergranaten und Krebsen ausgeladen, dort Wägen mit Seeteufel, Petersfischen und Knurrhähnen und vielen weiteren Leckereien geschoben.

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen hier vom Fischfang leben und welche Unmengen an Fischen am Abend in den Hafen gebracht werden.

All die frisch gefangenen Meeresbewohner kann man in einer der angrenzenden Poissonerien erwerben und glaubt mir: Frischer könnt ihr Fisch nicht kaufen.

 

Taucht ein in die einzigartige Welt der Meeresfischerei…

Für Interessierte gibt es am frühen Morgen um 5:30 Uhr oder am Nachmittag um 16:30 Uhr Führungen.

Im Erlebniszentrum Haliotika La Cité de la Pêche gibt es eine Ausstellung mit vielen Infos rund um das Leben der Fischer und den Fischfang – Führungen in deutscher Sprache gibt es im Juli und August immer Mittwochs um 15:00 Uhr.

Öffnungszeiten

Mai / Juni
Montag bis Freitag: 10:00 – 12:30 Uhr und von 14:30 – 18:30 Uhr (am 01. Mai. ist geschlossen)

Im Sommer vom 04.07 – 29.08.
Montag bis Freitag: 9.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Am Wochenende und an Feiertagen von 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Von September bis Mitte Oktober
Montag bis Freitag: 9:30 – 12:30 Uhr und von 14:30 – 18:30 Uhr

Für Gruppen ist ganzjährig geöffnet.

 

Eintrittspreise

Ausstellung: Erw. 6,50€ / Kind 4,50€

Führung oder Audioguide: + 1.50€

Weitere Infos findet ihr hier: Willkommen bei Haliotika

Ebenso kann man an einer Führung durch die „Criée“, der Fischauktion, teilnehmen, wo die Tagesfänge versteigert werden. Sie kostet 1.- € zusätzlich.

 

 

Winter Bretagne - Urlaub am Meer
Le Guilvinec – ein Leben im Rhythmus des Fischens

Vergesst nicht, danach noch einen Abstecher in das Ortsinnere von Le Guilvinec zu machen – es lohnt sich in jedem Fall, besonders an den Markttagen.

Le Gulivinec, im bretonisch Ar Gelveneg war Anfang des 19. Jahrunderts lediglich ein sehr kleiner Weiler am Meer, der von der Gemeinde Plomeur abhängig war. Knapp 70 Seelen lebten damals in einem Dutzend strohgedeckter Hütten gegenüber der Bucht von Men-Crenn. Um 1880 hatte die Gemeinde schon 2000 Einwohner. Damals zunächst noch bäuerlich geprägt, ist der Fischfang heute neben dem Tourismus die größte Einnahmequelle.

Die Guilvinisten sind stolz auf ihr Städtchen und sie feiern es mit zahlreichen Veranstaltungen.

Von Mai bis Ende September erobern die Fotografien die Gassen und Mauern des Städtchens, denn dann findet  Le Festival photo L’Homme et la Mer statt – absolut lohnenswert!

Herzliche Grüße und à bientôt

Gudrun

 

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