GALETTES BRETONNES

... die müsst ihr in der Bretagne gegessen haben
 

Galettes Bretonnes

 

An den bretonischen Galettes werdet ihr nicht vorbeikommen – sie begegnen euch überall in der Bretagne. Man könnte sagen, es sei die herzhafte Variante der meist süßen Crepes, wobei ich dazu eine andere Meinung habe, denn es gibt durchaus auch süße Galettes-Varianten.

Der wahre Unterschied sind die Zutaten. Während die Crepes aus Weizenmehl hergestellt werden, verwendet man für eine Galette Buchweizenmehl, d.h. aus blé noir oder sarrasin.

Eine Galette – im Bretonischen Krampouezhenn – ist also nichts anderes als ein Buchweizenpfannkuchen.

Die wohl bekannteste und beliebteste Variante ist die Galette complète oeuf, jambon et gruyére.

Galettes haben übrigens in der Bretagne eine lange Tradition.

Aus dem Mehl der Vorjahres gebacken, dienen sie an Maria Lichtmess dazu, die kalte Jahreszeit und böse Geister zu vetreiben.

 

 

Zwar findet man mittlerweile auch in Deutschland Restaurants, die Galettes anbieten, wer an der französischen Grenze wohnt, kann sie sogar fertig im Supermarkt kaufen, aber im Grunde genommen sind sie recht einfach zuzubereiten.

In diesem Rezept wir ein Ei zugefügt – normalerweise werden Galettes lediglich aus Buchweizenmehl, Wasser und Salz zubereitet. Der Teig ist jedoch durch das Ei etwas griffiger und die Zubereitung gelingt leichter, wobei der typische Buchweizenmehlgeschmack nicht verändert wird.

 

Rezept für 12 Galettes

 

Wichtig: Der Teig muss mindestens 2 Stunden, besser noch über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Zutaten: 

330g Buchweizenmehl

75 cl Wasser

10 g Fleur de Sel

1 Ei

etwas Butter

 

Zubereitung:

Das Buchweizenmehl in eine Schüssel geben, das Salz am Rand verteilen und in der Mitte eine Vertiefung machen. Langsam das Wasser zugeben und ständig mit einem Holzlöffel unterrühren. So lange weiterrühren bis eine dicke, glatte Paste entsteht. Nun das Ei hizufügen und weiterrühren.

Den Teig mit einem Tuch oder Frischhaltefolie bedecken und mindestens 2 Stunden oder am besten über Nacht ruhen lassen.

Nun die Pfanne oder besser noch einen Crepemaker, in bretonisch bilig, mit etwas Butter bestreichen. Nun eine Kelle Teig bei mittlerer Hitze zugeben – wenn ihr eine Pfanne nehmt, die Pfanne einmal im Kreis schwenken, um den Teig zu verteilen. Bei einem Bilig den Teig zügig kreisförmig verteilen.

Nach ca. 2min den Teig von der Seite her mit einem Spatel anheben, den Spatel bis zur Hälfte unter den Teig ziehen und die Galette umdrehen.

Nun die vorbereiteten Zutaten auf der Galette verteilen, fertig backen und die Galette falten ( siehe Bilder )

Wundert euch übrigens nicht, wenn eure ersten Galettes etwas individuell aussehen. Nicht verzweifeln – Übung macht den Meister, denn so einfach ist das dann noch nicht, aber egal, wie sie aussehen, sie schmecken trotzdem ganz vorzüglich.

 

Hier noch drei Belegvarianten

 

Galette complète

Zutaten: 1 Scheibe Schinken, eine Handvoll geriebenen Gruyère, 1 Ei

Zubereitung: Zuerst den Gruyère auf der Galette verteilen, dann die Scheibe Schinken an den Seiten darauf legen. Das aufgeschlagene Ei in der Mitte plazieren. Eine Prise Salz zugeben. Die Galette falten und ca. 5min bei mittlerer Hitze ruhen lassen.

Vegetarische Variante 

Zutaten: Ein paar Champigions oder anderes Gemüse nach Geschmack, glasierte Zwiebelringe, etwas Tomatensauce, Salz und Pfeffer

Zubereitung: Die Zutaten bei mittlerer Hitze auf der Galette verteilen und ca. 5min erhitzen. Galette falten und servieren.

Galette mit Ziegenkäse, Honig und Walnüssen

Zutaten: Ziegenkäse, Emmentaler, Honig, Walnüsse

Zubereitung: Je nach Geschmack ein bis zwei Scheiben Ziegenhäse, eine Handvoll geriebenen Emmentaler, ein ige gehackte Walnüsse auf die Galette geben. Mit Honig beträufeln und falten. Bei niedriger Hitze backen, bis der Käse geschmolzen ist.

Der Phantasie sind beim Belegen einer Galette eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Zuletzt sei noch zu sagen, dass sich die Anschaffung eines bilig wirklich lohnt, wenn man plant öfter Galettes zu machen., denn sie gelingen damit einfach besser.

Etwas fällt mir dazu noch ein:

Kennt ihr die galette saucisse? Das ist der bretonische HotDog… – einfach ein gegrilltes Bratwürstchen in eine frische Galette wickel – fertig ist euer bretonischer HotDog…

So, und jetzt wünsche ich euch allen bon appetit.

Es grüßt euch herzlich

Eure Gudrun

 

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